Was haben wir gelacht!

3. November 2008

Es gibt also noch drei weitere Mitglieder der SPD in Hessen, die das Rückgrat nicht an der Garderobe abgeben, wenns zum Abstimmen geht.

Das Aufheulen geht dann auch entsprechend durch die Landespartei, die angesch(l)ossenen Koalitionäre von den Grünen und den Möchtegern-Steigbügelhaltern von der SED bis hin zu den entsprechenden Bundesverbänden.

Mal ehrlich: Wer bei solchen Kommentaren noch von Meinungs-, Entscheidungs- und Gewissensfreiheit der Abgeordneten bei SPD oder Grün spricht muss begnadeter Autist sein.

(Bei den anderen genannten Strategen kann wegen nachgewiesener Hirnfreiheit und daraus resultierender Merkbefreiung von vorne herein davon ausgegangen werden, daß selbstständiges Denken eine eher untergeordnete Rolle spielt – die Partei hat ja immer recht.)

Wer nicht im Gleichschritt mitmarschiert, wird geächtet.

Schön ist allerdings, daß die Frau „ich habe nicht gelogen“ Ypsilanti und die Kaderhirnathlethen aus SED und Grün damit so richtig auflaufen. Nun schon zum zweiten Mal.

Da sage noch jemand, Montage wären schlechte Tage….

Oh, und falls man nach Gründen fragen sollte, warum man den Spiegel nicht mehr abbonniert, kann die Berichterstattung im SPOn als wunderbares Argument nennen. Wer für derart tedenziöses (und oft noch schlampig recherchiertes oder von der BILD kommentarlos übernommenens) Geschreibsel Geld bezahlt ist selbst schuld.


Verkaufsoffener Sonntag.

2. November 2008

Man soll es einfach nicht tun. Wer sich am Freitag nicht aufraffen kann, wichtige Einkäufe zu tätigen, sollte es am verkaufsoffen Sonntag tunlichst unterlassen und lieber hungern. Vor allem dann, wenn am Samstag die Geschäfte aufgrund eines Feiertages geschlossen hatten. Abgesehen vom anzusetzenden Zeitaufwand (Ein Brot, etwas Grünzeug und eine Kiste Mineralwasser = 2 Stunden), dem Stressfaktor (kann am Sonntag plötzlich keiner mehr Autofahren? Und wenn ja, warum fahren dann alle zum Supermarkt?) kann der Einkauf schwere Schäden am Gesellschaftsbild hinterlassen. Es seien nur einige Beobachtungen genannt, die diese sonst innerhalb von 25 Minuten abgeschlossene Einkaufstour aufwirft. die Liste ist ungeordnet und unvollständig:

  • Sprit ist noch zu billig. Also gut, auch ich bin mit dem Auto gefahren, wo laufen angesagt gewesen wäre. Aber: So so oft wie am Sonntag die Kombination: Familienauto, gross (gerne auch SUV)-Einzelperson-ein Artikel zu zählen war, gibt zu Denken. Nur als Hinweis: in den zwei Stunden EInkaufszeit wurden die 35 Minuten Stau beim Verlassen des Parkplatzes nicht mit eingerechnet.
  • Der Markt an Kaffeemaschinen, die mit „Kaffepads“ betrieben werden, ist endlos. Auch hier: das Zeug schmeckt anders und oft auch besser als Filterkaffee, aber müssen in jedem Haushalt mindestens zwei von den Dingern stehen? In den zwei Stunden wurden die Geräte einkaufswagenweise aus dem Markt gekarrt. Das man eines für den Nachbarn mitbringt, kann ich ja noch glauben, aber 5?
  • Deutschland verfettet. Ein Grund könnte in Punkt 1 liegen. Dennoch: Es gibt untrügliche Zeichen dafür, dass man den Bereich des „Normalgewichtes“ oder „Wohlfühlgewichtes“ zügig und weit hinter sich gelasssen hat. Wenn es beispielsweise schwierig wird, die Passage an der Kasse im Supermarkt frontal zu bewältigen und diese seitwärts angegangen werden muss, wäre eines davon. Ein Weiteres wäre die durch den Leibesumfang verursachte Unmöglichkeit ein Drehkreuz zu passieren. Unsere Umwelt möchte uns etwas Wichtiges mitteilen, wenn dadurch der Zugang zum Selbstbedienungsrestaurant verwehrt wird.  In diesem Fall teilt sie uns auf subtile Weise mit, dass eine weitere Nährstoffzufuhr momentan und in absehbarer Zukunft eigentlich nicht zwingend notwendig ist. Betrachtet man die Problematik unter dem Blickwinkel der sozialen Schichtung (Abgeleitet aus Kleidung (Jogging- oder „kleiner Bieranzug“ gegen Barbour-Jacke), Fahrzeug (Kombi gegen SUV) und Gesichtsausdruck in der Warteschlange (latent agressiv gegen offen indigniert)) scheint auch „reich und vollgefressen“ nicht mehr zu stimmen. Wer „höher“ steht, ist seltener dick, und das liegt wohl eher nicht am erhöhten Kalorienverbrauch durch Reizklima in der Höhenlage.

Das Fazit: LEBENSZEITVERNICHTUNG, vorsätzliche. Man sollte es nie wieder tun. Es ist einfach nicht gut fürs Herz und die Nerven.


Mehr Panik bitte…

14. Oktober 2008

Glaubt man der derzeitigen Berichterstattung in den Medien -und zwar weltweit- dann steht der westlichen Welt ja in kurzer Zeit der kollektive Untergang bevor.

Schön zu sehen, daß man ohne fundiertes Wissen über Gründe oder Hintergründe der Finanzkrise -oder gar deren tatsächlichen Konsequenzen- nur basierend auf reiner Ideologie seherische Fähigkeiten entwickeln kann. In kürzester Zeit noch dazu.

Eigentlich logisch, denn: Mit dem Wissen wächst ja bekanntlich der Zweifel.

Ignoranz fördert dagegen den klaren Durchblick. Sozialisten aller Couleur (rot oder braun – unisono) erklären feixend, daß der „Kapitalismus“ und „Die Neoliberalen“ am Ende seien. Weltweiter Dirigismus mit dem Ziel des Kommunismus ist natürlich die Lösung, die jetzt funktionieren wird -vorher hat man ja nur geübt. Zusammen mit einem gesunden Maß an Panik kann ja nichts mehr schiefgehen. Der Zustand des Wahnsinns, definiert als ständige Wiederholung der selben Aktion bei gleichzeitiger Erwartung eines anderen Ergebnisses kann so mit geringem Mehraufwand erreicht werden.

Und morgen kaufen wir mit dem Durchblick dann alle wieder Aktien, die 25% Rendite abwerfen. Garantiert.


Ein Sieg der Demokratie…

22. September 2008

So kann man das natürlich auch sehen. Was in Köln am Wochenende passiert ist, war -in mehrfacher Hinsicht- ein Trauerspiel. Und dies aus mehreren Gründen.

Erstens: Es gibt sechzig Jahre nach Adolf und seinen Freunden immer noch, oder wieder, genügend „Demokraten“, die, und das nur teilweise unter einer dünnen Tarnschicht, kackbraun bis ins Mark sind.

Zweitens: Dieses Klientel ist zumindest so bauernschlau, Themen, die sich zur Angstgenerierung eignen aufzugreifen und zu eigen zu machen. Das funktioniert auch wunderbar, weil die „Demokraten“ dieses Landes sich mit diesen Themen einfach nicht beschäftigen. Über die Gründe kann man spekulieren, es scheint aber so, als wolle man offen zutage tretende Probleme nicht ansprechen.
Das kann mehrere Günde haben:

  • Angst davor sich die Finger schmutzig machen zu müssen
  • Man müsste zugeben, nicht alles richtig gemacht zu haben
  • Bequemlichkeit
  • Man wills nicht sehen
  • Es ist einfach egal

Es wirkt aber im Endeffekt so, als hielte  sich ein kleines Kind die Augen zu, weil „wenn das Problem nicht sehen kann, existiert auch kein Problem“.

Drittens: Ein nicht unerheblicher Teil der „Demokraten“ dieses, unseres Landes erkennen nicht einmal diese simple Tatsache. Oder schlimmer noch: Sie ignorieren sie. Das führt nicht nur dazu, daß die Themen von der Extremisten von rechts aufgegriffen werden. Es führt dazu, daß sich auch die Extremisten von links angesprochen fühlen. Die geben dann unter dem Deckmantel der Demokratie vor, für die Freiheit anderer zu kämpfen. Wissen wir doch, daß die Freiheit sowohl unter rechter als auch unter linker Herrschaft das höchste Gut war und ist.

Der Aufstand der Anständigen rollt, die Menge brüllt brav „NAZIS RAUS“ und „Kein Fussbreit den Faschisten“. Das ist prinzipiell richtig, greift aber zu kurz.

Gegen die „Autonomen“ oder „Antifaschisten“ -von denen in diesem konkreten Fall Gewalt ausgeübt wurde- grenzt man sich nicht deutlichst ab. Im Gegenteil. Die Vorgänge beim G8 Gipfel haben ja bereits deutlich gemacht, daß die gewalttätigen Linken eher noch toleriert werden. Das geht bis hin zur offenen Sympathiebekundung. Am Wochendende haben die Anständigen sie im Schutz der Masse wieder gewähren lassen. So macht man sich mit deren Sache gemein.

 

Zusammengenommen kann man eigentlich nur zu dem traurigen Schluss kommen, daß hier nicht die Demokratie gesiegt hat. Im Gegenteil. Freiheit und Demokratie werden über sechzig Jahre nach der gewaltsamen Zerschlagung des Nationalsozialismus und zwanzig Jahre nach der Abschaffung des real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden immer noch nicht als Geschenk begriffen, das es zu erhalten lohnt.  Beiden Werten wird weder die Wertschätzung entgegengebracht, die sie verdienen, noch werden die den beiden Werten innewohnenden Chancen wahrgenommen. Das System in diesem Land und die Bürger dieses Landes, die sich hier stolz als „Demokraten“ bezeichnen, reagieren auf die existente Bedrohung dieser Werte in völlig inkonsistenter Weise. Kommt sie von rechts, mit Hysterie, kommt sie von links mit Lethargie. 

Wären beide Werte in der Gesellschaft fest verankert, und würden alle diese Werte teilen, würde auf beide Bedrohungen anders reagiert. Angemessen, sachlich und konsequent. Verbote wären nicht nötig.  Die Rattenfänger von beiden Rändern der Gesellschaft würden sich durch ihr blosses Auftreten bereits lächerlich machen.

Köln hat am Wochenende bewiesen, daß man von einem solchen souveränen Umgang mit Freiheit noch weit entfernt ist. Das ist kein Sieg der Demokratie. Das ist -gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte- ein Skandal.


Deutschland, Land der Dichter und Denker.

21. Juli 2008

Oder, wenn es nach Hamburger Bildungspolitikern geht , Land der Kaffeemaschinenversteher.

Natürlich kann Textkompetenz auch anhand einer Bedienungsanleitung erlernt werden, die dergestalt erworbene Fähigkeit dann aber mit kultureller Kompetenz gleichzusetzen ist ein starkes Stück.

Es mag ja sein, daß es sich sowohl bei der Anleitung zum Kaffeevollautomaten „Brühgut SL“ als auch bei Goethes „Faust“ jeweils um an eine sinnbehaftete Aneinanderreihung von Worten zu einem zusammenhängenden Text handelt. Zum Erwerb kultureller Kompetenz trägt aber einer der Texte deutlich mehr bei als der andere.

Vielleicht sollten sich die Denker Hamburger Prägung das mal durch den Kopf gehen lassen. Eventuell kommen sie darauf um welchen der beiden es sich dabei handelt.

Kleiner Tip: Dichtkunst hat nichts mit Kaffeekannen zu tun, die den Kaffee auch gefüllt noch in sich behalten und Kultur ist ein bisschen mehr als Wissen über die Zubereitung von Cappucino und Espresso. Auch wenn dies in Hamburger Bildungskreisen wichtiger scheint.


Guter Vorschlag vom Lindwurm !

19. Juli 2008

Idioten Deathmatch auf einer Insel.

Ich bin für Live-Übertragung in den öffentlich rechtlichen Medien .

Oder besser:  PAY per VIEW.

Das Geld wird dann für was Sinnvolles eingesetzt.


Man muss es mal so sehen:

18. Juli 2008

Selbst tot sind israelische Soldaten noch erheblich mehr wert als „Freiheitskämpfer“ feige Mörder und Terroristen lebend.

Schön, daß auch die Hezbollah das mit ihrem letzten schmierigen Deal unmissvertändlich klarmacht.


Abt.: Zeichen und Wunder

15. Juli 2008

Im SpON spicht Herr Mohr gleich mehrere grosse Worte gelassen aus.

Wäre es nicht schön wenn Politik plötzlich wieder was mit INHALTEN zu tun hätte?
Wenn der Bildungsbürger den Namen zurecht trüge, weil er sich seine Meinung selbst bildete und nicht aus den Konglomerat aus Talkshowkindergartengesülze und Interessensgruppengeschwafel kommentarlos übernähme?

Wenn „Abwählen“ statt „Abwinken“ beim Bürger wieder ganz groß im Kommen wäre?

Ich denke schon. Wäre aber mit Arbeit und Aufwand verbunden. Für den einzelnen. Jammern und Abwinken ist einfacher und bequemer.

Update: euckenserbe umreisst bei den Freunden der offenen Gesellschaft in kurzen Worten, was sich in diesem, unseren Staatswesen schleunigst ändern sollte. Damit würde es für den Einzelnen dann eventuell auch wieder leichter den Allerwertesten in Bewegung zu bekommen.


Beratungsresistenz im Sport und spina dorsalis in den Medien

11. Juli 2008

Alle Jahre wieder im Radsport: Doping bei der Tour. Bislang wird alles noch blumig umschrieben mit „Unregelmässigkeiten in den Testwerten“ bei der Untersuchung vor dem Start. Eigentlich ist aber spätestens jetzt klar, daß auch dieses Jahr wieder „Sportler“  die Finger nicht aus dem Medikamentenschrank lassen.

Bleibt noch zu hoffen, daß wenigstens die angeblich sauberen Mannschaften in der Tat sauber sind. Dei Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Sollten sich aber die Unregelmässigkeiten auf wiederum regelmässige Einnahme leistungunterstützender Mittelchen zurückführen lassen,  kann man den Defi für die Zukunft des Radsports iund der Tour im speziellen direkt stecken lassen.

Mit Valverde und Schumacher waren auch dieses Jahr dann auuch schon zwei in gelb unterwegs, bei denen erhebliche Zweifel an der redlichen Leistungserbringung bestehen müssen.  Es sieht also nicht schön aus. Das Mitleid mit denen, die sich Ruf und Gesundheit in einem Aufwasch medikämentös ruinieren, hält sich nach den letzten beiden Jahren in äusserst überschaubaren Grenzen. Erstaunlich bleibt allerdings, daß es die rollenden Pharma-Ich-AG’s immmer noch fertigbringen, sich ins Knie zu schiessen.  Nach den letzten erfolgreichen Versuchen auf diesem Gebiet dürfte da eigentlich nicht mehr viel Gewebe zum zerstören übrig sein.

Mittlerweile ist es nur Schade um das eigentlich großartige Sportereignis Tour de France. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Erste hat’s gemerkt:

10. Juli 2008

Peer „von Haus aus dröge“ Steinbrück verlässt laut SpON den Talkshow-Kindergarten mit dem Hinweis auf den nicht vorhandenen Nutzwert und die daraus folgende Sinnlosigkeit dieser Veranstaltungen.
Erst pocht er auf einen ausgeglichenen Haushalt und jetzt das.
Sollte da iin der Tat ein Mensch mit Hirn und Sinn für seine wesentlichen Aufgaben als Finanzminister vereidigt worden sein?


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